Endlich Bilanz ziehen! So berechnen Sie Ihre Vermögens- und Schuldenübersicht
Mit einer persönlichen Vermögens- und Schuldenübersicht in
Kombination mit einer Einnahmen- und Ausgabenrechnung lässt sich in nur wenigen
Schritten eine gute Übersicht über die eigenen Finanzen finden. Darüber hinaus
sind diese Rechnungen überaus wichtig, wenn ein größerer Kredit aufgenommen
werden soll, da Banken und andere Kreditinstitute diese in der Regel einfordern,
um das Risiko zu bewerten.
Erstellung einer persönlichen Bilanz
Eine persönliche Bilanz ähnelt der eines Unternehmens. Auf der linken Seite
werden die Vermögenswerte ausgewiesen und auf der rechten Seite die
persönlichen Schulden. Zu den Vermögenswerten gehören unter anderem Geld,
Wertpapiere, vermietete Immobilien und eventuell vorhandene
Unternehmensbeteiligungen. Zu den Schulden gehören unter anderem Darlehen für
selbst-genutzte Immobilien und andere Kredite, kurzum alles, was mittel- und
längerfristig zurückgezahlt werden muss. Die Differenz zwischen den beiden
Seiten ergibt das Eigenkapital. Je höher dieses ist, desto besser ist die
eigene finanzielle Situation. Wenn die eigene Bilanz nicht zufriedenstellend
aussieht, sollten in erster Linie die Verbindlichkeiten gesenkt werden, denn
allein dadurch ergibt sich eine Verbesserung der Situation.
Erstellung einer Einnahmen- und Ausgabenrechnung
Die persönliche Bilanz stellt die Vermögenswerte lediglich zu einem vorher
definierten Stichtag dar. Die Einnahmen- und Ausgabenrechnung dagegen stellt
die Entwicklung der Werte über einen bestimmten Zeitraum dar. Zu den Einnahmen
gehören unter anderem Lohn und Gehalt, Mieteinnahmen, Dividenden und Erträge
aus Unternehmensbeteiligungen. Zu den Ausgaben gehören zum Beispiel
Mietzahlungen, Ratenzahlungen zu Krediten und alle Kosten, die mit der
Lebenshaltung zu tun haben. Aus der Differenz zwischen den beiden Werten ergibt
sich der persönliche Cashflow. Dieser sollte auf jeden Fall positiv sein. Der
Zeitraum für die Berechnung kann variabel gewählt werden, in der Regel wird
immer der Zeitraum von einem Monat angegeben, da auch die Haupteinnahmequellen
meist monatlich eingehen.
Wer diese Berechnungen über einen längeren Zeitraum kontinuierlich durchführt,
erhält einen sehr guten Überblick über die eigene finanzielle Situation und
kann relativ schnell erkennen, wo es noch Optimierungspotenzial gibt und welche
Kosten eventuell unnötig sind und daher entfallen sollten.
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