Neuer Hightech-Fonds: Jetzt bis zu 500.000 Euro Förderung mitnehmen
Hightech-Gründer, die Fördermittel benötigen, können aufatmen. Nachdem
der erste Hightech-Gründerfonds in diesem Jahr auslief, wurde am
27.10.2011 der offizielle Startschuss für seinen Nachfolger, den
Hightech-Gründerfonds II, gegeben. Damit reagiert das
Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) zum einen auf den Rückgang von
Firmengründungen im Hightech-Bereich, von denen 2010 nur noch rund
14.000 zu verzeichnen waren. Zum anderen soll ein positives Wachstum, zu
dem der erste Gründungsfonds entscheidend beitrug, fortgesetzt werden.
Denn bereits durch den Hightech-Gründerfonds I konnten insgesamt 250
Beteiligungen gefördert werden.
Risikokapital in Höhe von maximal 500.000 Euro können Hightech-Gründer
nun aus dem neuen Gründerfonds beziehen. Insgesamt stehen dem BMWi 288,5
Millionen Euro als Fördermittel zur Verfügung. Die Förderung soll dazu
beitragen, Anlaufschwierigkeiten in den ersten ein bis zwei Jahren zu
überwinden. So können die Existenzgründer sich zunächst ganz auf den
Firmenaufbau konzentrieren und erhalten ausreichend Zeit, die
Anschlussfinanzierung zu planen und umzusetzen. Sei es durch eine
erfolgreiche Umsatzsteigerung oder auch durch das Anwerben privater
Kapitalgeber.
Gefördert werden neue Technologieunternehmen, die Erfolg versprechende
Konzepte vorweisen können. Diese müssen sich als innovativ erweisen,
zudem muss der Markt entsprechende Chancen zur Positionierung bieten.
Ein Team ausgewiesener Experten steht den Neugründern als Berater zur
Seite und hilft bei der Umsetzung. An den bisherigen Konditionen des
Gründungsfonds soll zunächst nichts Wesentliches verändert werden. Als
Hauptinvestor tritt der Bund ein, der insgesamt 220 Millionen Euro zur
Verfügung stellt. Die restlichen 68,5 Millionen Euro stammen von
privaten Investoren, zu denen eine öffentliche Partnerschaft besteht.
Neben der Bereitstellung der Fördermittel können somit auch
Unternehmenspartnerschaften aufgebaut werden. Diese umfassen auch die
Möglichkeit zur Kooperation und zur Kundenakquise unter den beteiligten
Investoren und Neugründern.
Der Erfolg des ersten Hightech-Gründungsfonds rechtfertigt dessen
Neuauflage allemal. So wurden nicht nur 2300 neue Arbeitsplätze
geschaffen. Es gelang den Neugründern auch, die Anschlussfinanzierung
erfolgreich vorzunehmen. Allein 335 Millionen Euro privater Mittel
wurden hierfür eingeworben. Einer Pressemitteilung* des BMWi zufolge
kann der Gründungsfonds daher bereits als „Qualitätssiegel“ bezeichnet
werden und schließt eine Marktlücke für als riskant eingestufte
Gründungsfinanzierungen.
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