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Donnerstag, 26.03.2015

Rechtschutzversicherung unverzichtbar

Unternehmer, d. h. Selbständige und Gewerbetreibende sind im Zusammenhang mit ihrer betrieblichen Tätigkeit einer Reihe von Risiken ausgesetzt: Schadensersatzforderungen, Schäden durch Unwetter, Diebstahl etc. Gegen diese gilt es, sich finanziell abzusichern. Es gibt eine ganze Reihe von Versicherungsangeboten, die je nach Branche entweder sinnvoll, weniger sinnvoll, oder aber absolut notwendig sind. Ungeachtet der Branche gibt es eine bestimmte Versicherung, die auf jeden Fall abgeschlossen werden sollte: die Rechtschutzversicherung. Mit vielen Risiken gehen nämlich auch viele potentielle Rechtsstreitigkeiten einher.

Die Rechtschutzversicherung deckt die im Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten entstehenden Kosten ab, d. h. die Gerichtskosten und die Anwaltskosten. Darunter fallen, wenn der Prozess verloren wird, auch die Gerichtskosten der gegnerischen Partei. Zu Rechtsstreitigkeiten kann es in vielen Situationen kommen: mit Kunden, wenn diese die gelieferten Waren nicht zahlen, mit Lieferanten, wenn diese nicht pünktlich liefern und es deshalb zu Produktionsausfällen und Umsatzeinbußen oder gar Schadenersatzklagen von Kunden kommt, mit einem Leasinggeber, wenn es um die vorzeitige, außerordentliche Kündigung eines Leasingvertrages geht, aber auch mit einem eigenen Mitarbeiter, wenn dieser bspw. aufgrund einer Kündigung vors Arbeitsgericht zieht. Auch mit Behörden, Mietern und Vermietern kann es zu Rechtsstreitigkeiten kommen.

Dies sind leider keine Einzelfälle. Vielmehr gehören gerichtliche Auseinandersetzungen zum Alltag vieler Unternehmer. Dies gilt umso mehr, als es in vielen Bereichen eine rechtliche Grauzone gibt, d. h. die Rechtslage nicht eindeutig ist. Hier kann es zu langatmigen und dementsprechend kostspieligen Prozessen kommen. Mit einer Rechtschutzversicherung lassen sich die Kosten eines vor Gericht ausgefochtenen Rechtsstreites abfedern.


Was ist zu beachten?

Bei der Gewerberechtschutzversicherung ist peinlichst genau darauf zu achten, dass die Art des Betriebs, d. h. die unternehmerische Tätigkeit genau angegeben wird; andernfalls kann es zum Verlust des Versicherungsschutzes kommen. In jedem Falle ist eine individuelle Risikoanalyse angeraten, denn jeder Betrieb hat eine andere Risikostruktur, die von ganz unterschiedlichen Faktoren wie u. a. der Branche und der Betriebsgröße abhängt. Hier sollte man sich von einem kompetenten Versicherungsfachmann beraten lassen. Nur so ist sichergestellt, dass die Rechtschutzversicherung alle Risiken abdeckt.