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Montag, 14.04.2014
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Vermögensverwaltung in Eigenregie

Viele Unternehmer nehmen mittlerweile die Verwaltung ihres Vermögens in die eigene Hand und verzichten dabei ganz bewusst auf die „Hilfe“ von Bankern. Laut einer Umfrage, in deren Rahmen 63 Besitzer von Familienunternehmen mit einem Jahresumsatz von mindestens 50 Millionen Euro befragt wurden, verwalten 77 % ihr Privatvermögen in Eigenregie und sind damit vollends zufrieden. Dabei verzichten sie bewusst auf professionelle Vermögensverwalter.

Eine Analyse im Rahmen eines Forschungsprojekts des Lehrstuhls für Makroökonomik und Internationale Wirtschaft der Universität Witten/Herdecke und des Düsseldorfer Family Offices WSH ergab zudem, dass sich nur 15 % der Hilfe von Vermögensverwaltern und Banken bedienen und dass die restlichen 8 % ein spezialisiertes Family Office mit der Verwaltung ihres privaten Vermögens beauftragen.

Die Banken und Berater werden von den Selbstverwaltern mitnichten vermisst. 76 % der Befragten sind mit der Anlagestruktur ihres Vermögens zufrieden. Familienclans, die ihr Vermögen selbst verwalteten, seien sogar noch häufiger zufrieden als diejenigen, die sich bei der Geldanlage von einem Berater unter die Arme greifen ließen, so André Schmidt, Leiter des Forschungsprojektes.

 

Keine Alternative zur Selbstverwaltung

Viele Familiendynastien erklären die Vermögensverwaltung zur Chefsache, weil sie schlicht und einfach keine echte Alternative sehen. Laut André Schmidt gibt es hier Wissenslücken, was potentielle Alternativen zur Privatvermögensverwaltung durch Banken betrifft. Auch die weite Zersplitterung des Anbietermarktes sieht er als eine Ursache an. Selbst Family Offices, die auf die Betreuung von Unternehmerfamilien spezialisiert sind, stoßen, wie die Analyse gezeigt hat, eher auf Desinteresse.

Die 63 befragten Personen waren zum Zeitpunkt der Umfrage aktiv an der Geschäftsleitung eines Familienunternehmens mit über 50 Millionen Euro Umsatz beteiligt. Es handelt sich dabei um Unternehmerclans, die insgesamt auf ein Jahresumsatz von über 3 Milliarden Euro kommen.

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